Aufruf zur Demo am 17.11.2012 in Vettweiß Kelz

Braunes Neonazis Zentrum in Vettweiß Kelz verhindern!
Keine Ruhe den alten und neuen Faschisten!

Vor ca. 3 Jahren hat der „Führer“ der seit 17.06.2012 verbotenen (KAL) *** Rene Laube in der Michaelsstraße 11 in Vettweiß-Kelz (KreisDüren) ein Grundstück gekauft in dem er seitdem mit seiner Freundin Jennifer Effert und der gemeinsamen Tochter lebt.

In den 3 Jahren seit Rene Laube in der Michaelstraße 11 wohnt haben mindestens 10 Zusammenrottungen von Nazis aus dem Umfeld der KAL/NPD dort stattgefunden. 3 größere Naziveranstaltungen mit bis zu 30 Teilnehmern fanden dort allein im Sommer 2011 statt. Im Rahmen des 10 jährigen Bestehens der Nazischlägerbande KAL fand am 4/5 Februar dort die letzte, mit ca. 20 Personen besuchte, Veranstaltung statt.

„Wir erobern die Städte vom Lande aus“ lautet eine von der NPD ausgegebene Losung. Schließlich habe die NPD hier mit erheblich weniger Widerstand als in Städten zu rechnen. Tatsächlich begünstigt nicht nur die politische, sondern auch die soziale und kulturelle Situation in Dörfern unter Umständen die Verfestigung neonazistischer Milieus.

Diese Losung scheint sich der Kameradschaftsführer der KAL Rene Laube auf seine Fahne geschrieben zu haben denn seit fast 3 Jahren ist er dabei, eine auf dem Grundstück befindliche Scheune umzubauen. Es sieht so aus, als ob er mit diesem Umbau eine Grundlage schaffen will, um ein Nazizentrum mit mehreren Schlafplätzen im Raum Düren /Aachen zu schaffen. Es soll wohl als Ersatz für die weggefallenen Nazitreffpunkte (Bad Neuenahr-Ahrweiler) in der Region dienen.

Leider konnte er in diesem Ort bisher ungehindert sein Unwesen treiben. Bis auf die Veranstaltung „V(F)ettweiß gegen Rechts“ handeln die Bewohner des Dorfers scheinbar lieber nach dem Motto der 3 Affen (nichts sehen, nichts hören, nicht sprechen). Es wird höchste Zeit das sich daran etwas ändert.

Braunes Neonazis Zentrum in Vettweiß Kelz verhindern!
Keine Ruhe den alten und neuen Faschisten!

Dieser Aufruf wird unterstützt von:

*** Die Kameradschaft Aachener Land (KAL)

Wurde 2002 gegründet und arbeitet über Jahre mit der NPD eng zusammen. Sie ist eine der ältesten und aktivsten Kameradschaften in der BRD. KAL-Mitglieder fielen von Anbeginn durch zahlreiche Straftaten wie Körperverletzung, Sachbeschädigungen, Propagandadelikten, Bedrohungen und Volksverhetzungen auf. Mehrere aktive und ehemalige Mitglieder blicken auf zahlreiche Verurteilungen vor Gericht und sogar Haftstrafen zurück. KAL-Anhänger machten zudem schon wegen Sprengstoffdelikten und einer Geiselnahme von sich reden.

Die KAL organisierte in den vergangenen Jahren zudem gemeinsam mit der NPD oder anderen Neonazis Aufmärsche in der gesamten Region. Zudem veranstaltete die KAL im Umland Treffen, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden und die konspirativ vorbereitet wurden. Neben sich an den Nationalsozialismus orientierenden „Erntedankfestfeiern“, „Heldengedenken“ und „Julfesten“ war die KAL in den letzten Jahren auch verantwortlich für das „Schlageter-Treffen“, in dessen Rahmen jährlich der nationalsozialistischen Märtyrerfigur Albert Leo Schlageter gedacht werden soll. In den vergangenen Jahren haben sich Mitglieder der KAL an den offiziellen Gedenkveranstaltungen zum „Volkstrauertag“ im Kreis Düren beteiligt.

2010 und 2011 kam es rund um den 20. April („Führers Geburtstag“) zu Sprühaktionen der KAL, in denen Adolf Hitler gehuldigt respektive ihm „gratuliert“ wurde. Auch auf ihrer Internetseite „gratulierte“ die KAL Hitler schon auf strafrechtlich relevanter Weise anlässlich des „Führer Geburtstags“. Zudem gab es 2011 eine Hitler Geburtstagsfeier auf dem
Grundstück von Laube in Vettweiß.

Lange Jahre über kooperierte die auf rund 20 bis 30 aktive Mitglieder geschätzte Neonazi-Schlägerbande dabei sehr eng mit der regionalen NPD, was auch an der Doppelmitgliedschaft von Laube deutlich wurde. Der „Kameradschaftsführer“ bekleidete bis zum Streit mit dem
NPD-Landesverband im Jahre 2010 seit vielen Jahren auch verschiedene Ämter regionaler NPD-Verbände: er war etwa stellvertretender Vorsitzender in den Kreisverbänden Aachen und Düren sowie Vorsitzender des NPD-Ortsverbandes Rhein-Erft. Auch Denis Unruh gehörte zeitweise
dem Vorstand des NPD-Kreisverbandes Düren an. Laube wurde 2011 im Zuge eines Parteiausschlussverfahrens aus der NPD ausgeschlossen. Sowohl die beiden Mitgründer als auch der aktuelle Kopf der Neonazi-Gruppe, der einschlägig vorbestrafte „Kameradschaftsführer“ René Laube aus Vettweiß, haben ihre Wohnsitze im Kreis Düren. Auch der mehrfach strafrechtlich aufgefallene Denis U., der wegen „Wiederholungsgefahr“ in Untersuchungshaft sitzt und erst kürzlich wieder verurteilt wurde, wohnt in Düren.

Die KAL verfügt über Verbindungen zu Nazigruppen in der gesamten BRD und zu Faschisten im benachbarten Ausland.

Seit 23.August ist die „KAL“ verboten

Trotz Verbot sind die Mitglieder KAL weiterhin aktiv.

So haben sich am Samstag den 25.08.2012 gegen 13.00 Uhr ca. 30 Faschisten aus dem Umfeld der verbotenen „Kameradschaft Aachener Land“ („KAL“) unter dem Schutz der Polizei in Düren auf dem Wirteltorplatz zusammengerottet. Unter ihnen mindestens 3 Mitglieder der verbotenen „KAL“


Rene Laube („KAL“ und langjähriges Mitglied und Funktionär der „NPD“) am Samstag auf dem Wirteltorplatz in Düren. Er war Anmelder und Leiter der Kundgebung.